RADIO-ACTIVITY
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Ausstellung

RADIO-AKTIVITÄT

Kollektive mit Sendungs­bewusstsein
Foto: Lenbachhaus © Max Radler bzw. Rechtsnachfolge
18. Februar 2020 - 13. September 2020
Städtische Galerie im Lenbachhaus
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"Es ist eine sehr schlechte Sache", sagte Brecht 1932 über den Zustand des neuen Mediums Radio. "Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen." Der Rundfunk war kein Ort einer neuen politischen Öffentlichkeit: Statt Aufklärung gab es Wiener Walzer und Kochrezepte, statt Debatten nette Geschichten. Zehn Jahre nach den ersten Radiosendungen war Brecht desillusioniert und schlug vor, das Medium umzufunktionieren, von einem Distributions- in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln.

Dieser sollte nicht nur aussenden, sondern auch empfangen, die Zuhörer_innen nicht nur zum Hören bringen, sondern sie zu Sprecher_innen und Produzent_innen machen. Seine Überlegungen zu einem "Aufstand der Hörer" formulierte Brecht genau zu der Zeit, als das Radio in Deutschland verstaatlicht und zunehmend zu nationalsozialistischen Propagandazwecken instrumentalisiert wurde. Die Ausstellung "Radio-Aktivität" betrachtet ausgehend von Brechts Radiotheorie politische und künstlerische Kollektive der 1920er–30er und 1960er–70er Jahre, die sich ihre eigenen Organe und Kommunikationswege schufen.

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