KölnSkulptur #9
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Ausstellung

KölnSkulptur #9

La Fin de Babylone. ?Mich wundert, dass ich so fröhlich bin!
Oktober 2017 - Juni 2019
Skulpturenpark Köln
End date
Die Ausgabe von KölnSkulptur #9 ist eine ganz besondere, da der Skulpturenpark Köln seinen 20. Geburtstag feiert. Unter dem Titel La Fin de Babylone. Mich wundert, dass ich so fröhlich bin! wurde diese Ausgabe von Chus Martínez kuratiert. Der Titel der diesjährigen Ausgabe lautet La Fin de Babylone und bezieht sich auf den Traum eines Neuanfangs der Kultur und damit der Gesellschaft. Derartiges gibt es nicht – und gibt es doch. Einerseits müssen wir das Leben nehmen wie es ist, die Umstände sind schwer zu verändern und unsere Einflussmöglichkeiten bleiben beschränkt. Es gibt Zeiten, wo wir meinen, in der Vergangenheit sei es besser gewesen, und andere Zeiten, die wir als voller Möglichkeiten und Offenheit begreifen.
Den Unterschied zwischen diesen beiden Wahrnehmungen bestimmt die Art und Weise, wie wir unsere vergleichsweise Unwichtigkeit betrachten. Oh! Sie können einwenden, es läge an der Ökonomie. Doch selbst wenn die Wirtschaft floriert, ist nicht garantiert, dass eine soziale Umgebung geschaffen ist, in der wir uns als bedeutsam für andere erfahren, in der wir das Gefühl haben, Einfluss auf die Gemeinschaft nehmen zu können, am Verlauf der Ereignisse teilzuhaben oder diese gar zu feiern ... An dieser Stelle biete ich eine totale Übertreibung: Man stelle sich vor, dass die Produktion dieser acht neuen, ortsspezifischen Werke, die sich zu den bereits bestehenden auf diesem Gelände hinzugesellen, der Schlüssel für den Beginn einer neuen Welt ist. Ich fordere Sie daher nicht nur dazu auf, diesen Park zu durchstreifen und die unterschiedlichen Werke zu entdecken, sondern ich wünsche mir, dass Sie deren Existenz als Wunder betrachten, das die Ordnung der Welt beeinflussen kann.

Das ist übertrieben, denn so ist Kunst.?? Darum zum zweiten Teil des Titels: Mich wundert, dass ich so fröhlich bin! Dieser Satz, voller gesundem Humor, bezieht sich nicht auf uns, sondern auf jene Anstrengungen, die Kunst stets unternimmt, um jedes Mal, wenn sie geschieht, großartig zu sein. Kunst und Künstler_innen sind es, die den Einsatz wagen, die sichtbar werden lassen, dass es tatsächlich wert ist einzugreifen, und die für den Park Beiträge geben, die nicht bloß für ein Stück Land bestimmt sind, sondern für eine ganze Welt. Diese notwendige „Übertreibung“ ist es, die motiviert, über Möglichkeiten der Einflussnahme nachzudenken, was einfach und komplex zugleich ist. Das mag der Grund dafür sein, dass die unterschiedlichen Arbeiten dieser Ausgabe eher nicht-monumental sind. Sie verkörpern ja bereits den enormen Versuch, die Wirklichkeit zu beeinflussen und uns auf eine Weise zu berühren, in welcher jedes Stückchen Skeptizismus oder Zynismus gegenüber der Bedeutung von Kunst zum Verschwinden gebracht wird. Haben wir uns erst der Last des Zweifels entledigt, werden wir alle eine neue Freude erfahren.??

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