02 | Poul Henningsen
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BESCHREIBUNG
Der dänische Architekt Poul Henningsen, der zunächst auch als Journalist und Kunstkritiker tätig war, hatte sich schon sehr früh der Gestaltung von Leuchten und der damit verbundenen Lichttechnik verschrieben. Bereits als 20-Jähriger befasste er sich mit Studien zum Lichtfall sowie der Thematik der indirekten Beleuchtung. 1924, also zehn Jahre später, begann seine lebenslange Zusammenarbeit mit dem dänischen Leuchtenhersteller Louis Poulsen.

1925 stellte Henningsen erste Leuchten auf der Pariser Weltausstellung aus und gewann dort eine Goldmedaille. 1926 entwarf der begnadete Gestalter die erste seiner „PH-Leuchten“ für Poulsen – eine Lampe mit dreiteilig gestaffeltem Schirm aus gewölbten Milchglasscheiben, die sich durch ein warmes, weiches und blendfreies Licht auszeichnet. „PH-Leuchten“ – PH steht für die Initialen von Henningsen – wurden in der Folgezeit zum Verkaufs- und auch Exportschlager.

Sie wurden bis nach Südamerika, Afrika und Asien verschifft. In Deutschland stießen sie besonders bei den innovativen Künstlern und Architekten der 1920er und -30er Jahre auf große Gegenliebe und kamen in Bauhaus-Musterhäusern ebenso zum Einsatz wie im Kontext des „Neuen Bauens“.

„PH-Leuchten“ werden bis heute bei Louis Poulsen hergestellt und gehören zu den absoluten Designklassikern.

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken
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