33* | Amanda Levete
AUDIO
BESCHREIBUNG
Der Legende nach wurde die britische Architektin Amanda Levete durch ein gefundenes Stück Treibholz (englisch „Driftwood“) zur Form der Sitzbank „Drift“ angeregt. Trotz ihres vergleichsweise hohen Gewichts von 70 kg wirkt die Bank leicht und fast schwebend. Levete beschrieb diesen Effekt so, dass die Form wie eine im Hintergrund verschwindende Linie erscheinen sollte.
Die Oberfläche dieser fast drei Meter langen, leicht bogenförmig geschwungenen Bank glänzt in Neon orange. Die Basis, auf der die Bank steht, ist kürzer als die Sitzfläche, so dass der gesamte Umriss an eine Wanne erinnert. Die Leichtigkeit dieses Möbels kommt durch zwei große Aussparungen zwischen Stand- und Sitzfläche zustande – alles wirkt fließend, organisch, wie aus einem Stück gegossen.
Die „Drift“ gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Hochglänzend oder seidenmatt in glasfaserverstärktem Polyester. Beide Versionen sind in Schwarz und Weiß konzipiert, die hochglänzende auch in der leuchtenden Farbe „Fluoro Orange“, wie sie hier steht Eine weitere Variante besteht aus fein abgeschliffenem Beton und ist für den Außenbereich gedacht.
Die Möbel, die Amanda Levete zunächst unter ihrem Label „Future Systems“ entwickelt hatte und heute weiterhin über ihre Londoner Firma „AL_A“ (Amanda Levete Architects) vertreibt, dienen ihr als Experimentierfeld für Formen, Materialien und Techniken im kleinen Format. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen dann in die Architektur ein. Im Falle der „Drift“ beispielsweise in die Konstruktion der „Spencer Dock Bridge“ in Dublin, die 2009 fertig gestellt wurde.

Foto: © DetlefSchumacher.com
FOTOS
Digital Guide
Spannende Details und virtuelle Touren
Jetzt in der neuen FRESH MUSEUM app
Kostenlos für iPhone und Android
Cron Job Starts
Cron Job Starts Cron Job Starts