20* | Verner Panton
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BESCHREIBUNG
Der „Panton Chair“ zählt zu den berühmtesten Design-Klassikern. Er ist der erste hinterbeinlose, leicht federnde Kunststoffstuhl, der aus einem Stück gegossen wurde.
Der Stuhl hat keine Beine und steht trotzdem fest auf dem Boden. Die Basis, auf der er ruht, ist ein nach vorne offenes Hufeisen. Wie in einer S-Form strebt die Fortsetzung dieser Basis schräg nach vorne oben, um sich dann über die frei schwingende Sitzfläche wieder zur Lehne hin zu wölben. Die Lehne ist halb hoch und oben abgerundet. Der Stuhl hat eine glatte, glänzende Oberfläche. Hier ist er in der Farbe Petrol, einem dunkeln Blau-Grün-Ton zu sehen. Alle Ränder dieses Stuhls sind gewölbt und abgerundet, so dass der Eindruck fließender, weicher Linien entsteht.
Die Idee zu dem stapelbaren Kragstuhl aus Vollkunststoff stammt von dem einflussreichen, dänischen Designer Verner Panton. Er beschäftigte sich bereits in den 1950er Jahren mit dem Entwurf eines einteiligen Kunststoffstuhls. Bis dieser realisiert werden konnte, verging allerdings noch gut ein Jahrzehnt. 1963 konnte Panton Rolf Fehlbaum für seine Idee begeistern. Fehlbaums Unternehmen, das heute unter dem Namen Vitra bekannt ist, ging 1967 das Wagnis ein und produzierte den markanten Einteiler – zunächst aus glasfaserverstärktem Polyester, dann aus Polyurethan-Hartschaum. 1968 wurde der Stuhl auf der Kölner Möbelmesse vorgestellt und begeisterte sowohl die Fachpresse als auch das breite Publikum. In den 1970er Jahren stellte sich allerdings heraus, dass die bis dahin verwendeten Kunststoffe brüchig werden konnten. Dies war einer der Gründe, dass Vitra 1979 die Produktion zunächst einstellte. 1990 konnte der Freischwinger jedoch erneut hergestellt werden: aus technisch weiterentwickeltem Polyurethan-Hartschaum. Dieser war zwar aufwändig zu bearbeiten, dafür aber bruchsicher. Heute wird der Stuhl als „Panton Chair Classic“ immer noch in diesem Material gefertigt und mit glänzendem schwarzem, weißem oder rotem Lack überzogen. Die preiswertere Variante, der „Panton Chair“ besteht aus mattem Polypropylen und ist zusätzlich in den Farben Blaugrau, Orange und Hellgrün erhältlich.

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken
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