16* | Wilhelm Wagenfeld
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BESCHREIBUNG
So friedlich hat man Max und Moritz wohl noch nie gesehen. Ein Salz- und ein Pfefferstreuer, beide völlig identisch, sitzen – wie in einem Boot – hintereinander in einer Schale aus glänzendem Edelstahl. Die beiden runden gläsernen Gefäße sind etwa fünf cm hoch und haben ihren Namen von ihrem – mit etwas Fantasie – figürlichen Aussehen. Ihre Bauchige Basis verjüngt sich zur Mitte hin, verbreitert sich dann wieder und endet oben mit einem etwas dünnerem Rand. Darauf sind die die leicht gewölbten, ebenfalls stählernen Streudeckel gesteckt, die sich perfekt an die Form des Glases anschmiegen. Die langgezogene Schale passt sich den beiden Fässchen perfekt an, sie rutschen nicht darin herum sondern haben einen stabilen Stand.
Wilhelm Wagenfeld gehört zu den wichtigsten deutschen Industriedesignern des 20. Jahrhunderts. Der gelernte Silberschmied besuchte ab 1923 das Staatliche Bauhaus in Weimar und leitete ab 1928 die Metallwerkstätten der dortigen Bauhochschule. Von den 1950er bis 70er Jahren prägen besonders seine Entwürfe für die Württembergische Metallwarenfabrik AG (WMF) in Geislingen das Alltagsbild im Haushalt. Kultstatus genießen seine Salz- und Pfefferstreuer, die durch gestalterische Ausgewogenheit und ihre durchdachte Funktionalität überzeugen. Die durchsichtigen Glaskörper schließen eine Verwechslung der Gewürze aus, die schlanken Taillen gewährleisten die Griffigkeit, die großen Öffnungen und Steckdeckel ermöglichen einfaches und schnelles Einfüllen oder Reinigen.
Auf einem dazu passenden Tablett zusammengefasst haben die Streuer ein figürliches Aussehen, das wohl auch zur Namensgebung „Max und Moritz“ führte – in Anlehnung an die beiden Lausbuben der gleichnamigen Geschichte von Wilhelm Busch.
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