08* | Norman Bel Geddes
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BESCHREIBUNG
Ein Cocktail Set auf einem Tablett – bestehend aus einem Shaker und vier Bechern, alle aus verchromtem, leicht bläulich glänzenden Metall. Diese fünf Gefäße stehen auf einem Tablett mit rechteckiger Grundform. Der Rand des Tabletts läuft stufenartig aus, so dass das Cocktail Set wie auf einer Plattform thront, zu der man über Treppen hinaufsteigen möchte. Der Shaker strebt als kerzengerader, schmaler Zylinder nach oben. Vertikale Linien rund um seinen Körper verstärken diesen Eindruck noch. Die zierlichen, befußten Becher sind für eher kleine Drinks geeignet. Ihre Wände sind ebenso gerade und haben die gleiche Oberflächenstruktur wie der Shaker. Der Glanz der fünf Gefäße ruft raffinierte Spiegelungen hervor.

Das Cocktail Set „Manhattan“ bezieht sich in seiner Form auf die berühmte Skyline von New York, der Shaker ragt wie ein Hochhaus über die Becher, das zugehörige Tablett erweckt die Assoziationen mit einem städtischen Platz.
Wie auch Walter Dorwin Teague gehört Norman Bel Geddes zu den großen Pionieren der industriellen Formgebung in den USA. Nach Abschluss des Kunststudiums in Cleveland und Chicago beschloss er mit 23 Jahren, Architekt und Produktgestalter zu werden. Bel Geddes war ein ausgesprochenes Multitalent: Er schrieb Theaterstücke, entwarf Theaterbauten, Bühnenbilder Szenerien für Spielfilme, er publizierte zu Fragen des Industriedesigns und befasste sich mit jedem, noch so gering erscheinenden Gegenstand in Hinblick auf dessen Gestaltung.
In der Zeit von 1920 bis 1933 galt in den USA die Prohibition. Herstellung, Vertrieb und Verkauf von Alkohol waren per Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung verboten. Mit Ende der Prohibition wurden Cocktailpartys modern und die Gestaltung von entsprechenden Cocktail Sets eine Aufgabe für die Designer.

Foto: © Sascha Fuis Fotografie, Köln
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