28 | Helen von Boch, Federigo Fabbrini
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BESCHREIBUNG
Anfang der 1970er Jahre startete das Mettlacher Unternehmen Villeroy & Boch eine Produktoffensive, um jüngere Käuferschichten zu erreichen. Erstes Steingut-Service dieser „Avantgarde“ genannten Linie war das Stapelgeschirr „La Boule“. Villeroy & Boch bewarben das eigenwillige Produkt mit „Die Kugel, die es in sich hat“.

Das 19-teilige Set ist für vier Personen ausgelegt und lässt sich zu einer Kugel mit einem Umfang von 28 cm zusammensetzen. Es besteht aus vier großen Tellern, vier tiefen Tellern, vier Schälchen, drei Platten, zwei Schüsseln und einer Terrine mit Deckel. „La Boule“ war in zwei Farbvarianten erhältlich: Grün-Gelb-Orange sowie Braun-Weiß-Ocker, also in für die 1970er Jahre modernen Farben.

Entwickelt wurde das Geschirr von der deutschen Designerin Helen von Boch und dem italienischen Keramiker Federigo Fabbrini. 1972 erhielten sie für das Produkt den renommierte „IF-Design Award“. Im gleichen Jahr kam die Picknick-Version „La Bomba“ auf den Markt: Sie vereinte ein 25-teiliges Melamin-Kunststoff-Geschirr in den Farben Orange-Lila-Pink-Weiß mit einem 16-teiligen Besteck. Zusammengesetzt hatte das Set eine Höhe von 40 cm bei einem Umfang von 25 cm. Zum sicheren Transport wurde „La Bomba“ von einem durch Gurte gehaltenem Netz umschlossen.

Foto: © Sascha Fuis Fotografie, Köln
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