17 | Hugo Blomberg, Ralph Lysell, Gösta Thames
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BESCHREIBUNG
Bereits während der 1940er Jahre entwickelte das Designteam des schwedischen Herstellers Ericsson unter der Leitung von Hans Gösta Thames ein Telefon, das alle technischen Komponenten in einem Gerät vereinte. Die von Ericsson gestellte Aufgabe lautete, ein Telefon zu entwickeln, das kompakt, leicht und einfach zu bedienen sei. 1954 kam die erste serienreife Version auf den Markt: das „Ericofon“.

Der revolutionäre einteilige Apparat besteht im Grunde aus einem langestreckten Hörer, dessen unteres Ende in einem verdickten Standfuß mündet. Unter diesem ist die Wählscheibe angebracht und in deren Mitte ein runder Taster, der das Abnehmen und Auflegen des bis dahin herkömmlichen Hörers bei einem zweiteiligen Telefon übernimmt. Diese erste Version wurde zunächst an Krankenhäuser geliefert, da es am zweckmäßigsten erschien, vom Krankenbett aus einhändig ein Gespräch annehmen zu können.

1956 kam das „Ericofon“ für Privatkunden zunächst auf den europäischen und australischen Markt, später gab es dann auch eine amerikanische Version – sogar in 18 Farben. Die frühen „Ericofone“ besaßen keine Klingel und wurden daher zumeist als Zweitgerät genutzt. Es konnte aber ein externer Summer an der Wand angeschlossen werden. Danach gab es Summer oder Klingel optional, bei späteren Versionen waren diese serienmäßig eingebaut.

Das „Ericofon“, das in Schweden auch „Kobra“ genannt wurde, verblüfft bis heute durch seine Modernität. Als Einhandgerät nimmt es die Idee der heutigen Mobilgeräte vorweg.

Foto: © Sascha Fuis Fotografie, Köln
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