Nolde, Feininger, Nay
Hier klicken um ein Bild hochzulade
Ausstellung

Nolde, Feininger, Nay

Vom Expressionismus zum Informel
© Nolde Stiftung Seebüll. Copyright Scan: Recom Art, Berlin
09. Juni 2018 - 10. Februar 2019
Museum Barberini
End date
Cron Job Starts
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Kunst zahlreiche avantgardistische Strömungen. Die Maler der Brücke waren die ersten, die auf die Kraft der Farbe setzten. Das Bauhaus arbeitete an einer neuen Farbtheorie. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Farbe als Mittel des künstlerischen Selbstausdrucks. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Künstler verfemt, aber ihre Werke prägten die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Anfang des 20. Jahrhunderts schlossen sich junge europäische Künstler gegen akademische Kunstkonventionen zu Gruppen zusammen. Die Maler der 1905 in Dresden gegründeten Künstlervereinigung Brücke setzten auf den freien Umgang mit Form und Farbe, um einen „unmittelbaren und unverfälschten“ Ausdruck zu erzielen, wie sie in ihrem Programm formulierten. Emil Nolde trat der Gruppe 1906 für ein Jahr bei, denn auch ihn begeisterten starke, unvermischte Farben, bewegter Pinselstrich und das Ursprüngliche. Durch den konsequenten Einsatz dieser Mittel entstand der Expressionismus in Deutschland. Die avantgardistischen Künstlergruppen vertraten neue Kunstauffassungen. Für Wassily Kandinsky, der die Neue Künstlervereinigung München und später den Blauen Reiter mitbegründete, sollten die seelischen Empfindungen des Einzelnen aus den Formen und Farben zum Betrachter sprechen. Seine Bilder spiegeln die Entwicklung vom Expressionismus zur abstrakten Kunst wider. Nach der Auflösung der Brücke 1913 entwickelte sich der Stil ihrer Mitglieder unabhängig voneinander weiter. Max Pechstein, Brücke-Mitglied von 1906 bis 1912, etablierte sich nach dem Ersten Weltkrieg als Landschaftsmaler. Im Jahr 1918 gründete sich in Berlin die Novembergruppe. Neben Max Pechstein gehörten ihr Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger und Willi Baumeister an. Sie besprachen die Gründung einer neuen Schule. Sie sollte die Tradition des Deutschen Werkbundes und der Werkstätten in Weimar fortsetzen. Dort gründete Walter Gropius 1919 das Staatliche Bauhaus als Kunstschule. Mit seiner Vereinigung von Kunst, Handwerk und Architektur sollte es die sozialen und moralischen Aufgaben der Zukunft lösen. Die Lehrer waren starke Persönlichkeiten mit unterschiedlichen künstlerischen Zielen, die als gemeinsame Kraft wirkten. Während der Zeit des Nationalsozialismus war die Kunst der Moderne in Deutschland verfemt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die Strömung des Informel, deren künstlerisches Prinzip gegenstandslose und nichtgeometrische Abstraktion war. 1949 gründeten der Wortführer der Abstrakten, Willi Baumeister, und der Bauhaus-Schüler Fritz Winter in München die Gruppe der Ungegenständlichen, die sich ein Jahr später in ZEN 49 umbenannte. Künstlerisches Anliegen war die Unmittelbarkeit des Malakts und die Einheit von Malerei und Natur im künstlerischen Prozess, die in der Rezeption des Zen-Buddhismus gründete.

Digital Guide
Spannende Details und virtuelle Touren
Jetzt in der neuen FRESH MUSEUM app
Kostenlos für iPhone und Android
Cron Job Starts