Migration Moves the City
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Ausstellung

Migration bewegt die Stadt

Perspektiven wechseln
© Münchner Stadtmuseum
21. September 2018 - 3. Januar 2021
Münchner Stadtmuseum
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Migration ist der Normalfall einer wachsenden Großstadt und gehört zu München wie der Marienplatz. Seien es die Ziegelarbeiter_innen aus dem Friaul, die den Baustoff für viele der typischen Münchner Gebäude herstellten, die Displaced Persons, die nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso Anteil am Wiederaufbau der Stadt hatten wie andere Bevölkerungsgruppen, oder die „Gastarbeiter_innen“, die einen wesentlichen Beitrag zur industriellen Produktion und zum Städtebau leisteten – sie alle prägten den Alltag und die Kultur Münchens. Sie, ihre Geschichten und ihre Erinnerungen sind auch „Typisch München!“. An Orten wie dem Westend, das sich vom Arbeiterviertel zum Szeneviertel mit einem der höchsten Ausländeranteile in München wandelte, wird das genauso deutlich wie an der gelebten religiösen Vielfalt der Stadt.
München war und ist Einwanderungsstadt. Aus dieser Perspektive erforschen seit 2015 das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München gemeinsam die Geschichte und Gegenwart der bayerischen Landeshauptstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Dabei ist es dem Projekt „Migration bewegt die Stadt“ nicht nur gelungen neue Blicke auf die Geschichte zu dokumentieren und tragende Kontakte zu Akteur_innen der Migration aufzubauen, sondern auch die Sammlungen der beiden Gedächtnisinstitutionen um eine Fülle an wichtigen Quellenbeständen und aussagekräftigen Objekten zu erweitern.
Die Ergebnisse und Einsichten finden nun einen prominenten Platz im Münchner Stadtmuseum. In der Dauerausstellung „Typisch München!" knüpfen jetzt an mehreren Stellen neue Exponate an, die Leerstellen der Stadtgeschichte füllen und aufzeigen, wie stark München von Migration geprägt war und ist. Dabei wird die Chronologie der Dauerausstellung durchbrochen und ihre Darstellungsweise zugleich fragend kommentiert: Welche Perspektivwechsel müssen vorgenommen werden, um die Geschichte einer Einwanderungsgesellschaft zu erzählen? Welche Objekte können uns dies vermitteln? Und wie wird Migrationsgeschichte zu einem gemeinsamen Narrativ der Stadtgesellschaft?
An insgesamt fünfzehn Stationen werden Objekte präsentiert, die für die Geschichte und die Gegenwart des Migrationsgeschehens in München stehen und zu einem Perspektivwechsel einladen. Zusätzlich haben die Besucher_innen an diesen Ausstellungsmodulen die Möglichkeit, auf einem Tablet-PC mit weiteren Objekten und digitalen Inhalten das Thema der Station zu vertiefen. Sowohl die Wandtexte als auch die interaktiven Vertiefungsebenen wurden ins Englische und Hocharabische übersetzt, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen. An zwei partizipativen Modulen lädt die Ausstellung außerdem dazu ein, selbst am Aufbau einer Sammlung zur Migrationsgeschichte Münchens mitzuwirken und sich an den Debatten um ein neues Selbstverständnis der Stadt zu beteiligen.

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